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Hormone: Schlüsselhormone

ÖSTROGENE

Die wichtigsten natürlichen Östrogene der Frau sind Östradiol, Östron und Östriol. Östrogene helfen die Gesundheit der Fortpflanzungsorgane, Knochen, Haut und Gehirn aufrechtzuerhalten. Östrogene haben einen erregenden, aktivierenden Effekt auf das Nervensystem. Sie wirken euphorisierend, anregend und anti-depressiv. Sie verbessern Kurzzeitgedächtnis, Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Sie fördern die Durchblutung und stabilisieren den Blutdruck.

Zu hohe Östrogenspiegel können zu Wassereinlagerungen, Gewichtzunahme, Migräne und Überstimulation des Brust- und Gebärmuttergewebes führen.

Östrogenmangel kann Hitzewallungen, Scheidentrockenheit, Hautalterung, Blasenprobleme, Knochenverlust und Vergeßlichkeit verursachen.

PROGESTERON

Da Östradiol die Bildung von Progesteronrezeptoren induziert, ist eine wichtige Bedingung für die Progesteronwirkung die vorausgehende Östradiolwirkung.

Einige der Wirkungen von Progesteron können als antiöstrogen bezeichnet werden, in anderen Fällen ergänzen sich die Wirkungen, während es Probleme, die mit einem Östrogenüberschuß zusammenhängen ausgleicht. Progesteron unterstützt die Stressfunktion der Nebenniere, hat einen beruhigenden Einfluss auf das Nervensystem, hilft die Stimmung  und den Schlaf zu verbessern und die Fähigkeit sich zu konzentrieren.

SCHILDDRÜSE

Die Schilddrüse produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Sie regulieren die Körpertemperatur,  den Stoffwechsel und aktivieren die Nebennierentätigkeit. Damit die Schilddrüse Hormone herstellen kann, sind die Bausteine Selen, Jod und Tyrosin erforderlich. Ein Mangel an diesen Substanzen kann zu einer Einschränkung der Schilddrüsenfunktion führen.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) entsteht, wenn die Drüse nicht ausreichend aktiv ist und ein Hormonmangel entsteht. Dies kann Apetitmangel, chronische Müdigkeit, Verstopfung, Depression, trockene Haut oder andere Hautprobleme hervorrufen, Haarausfall, Infektionen, Kälteempfindlichkeit, niedrige Körpertemperatur, Muskelschwäche, Gewichtszunahme, schmerzhafte und starke vorzeitige Regelblutungen hervorrufen. In den Wechseljahren fällt häufig eine Schilddrüsenunterfunktion auf.

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) besteht wenn die Schilddrüse zu viele Hormone produziert. Dies kann Herzrhythmusstörungen, ungewollten Gewichtsverlust, Schwitzen, Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit, Händezittern, Muskelschwäche, häufigen Stuhlgang, Zyklusstörungen, Haarausfall, Atemlosigkeit, Hitzeintoleranz und in schweren Fällen Osteoporose verursachen.

NEBENNIERE

Die Nebenniere kann die Stimmung und das Gedächtnis beeinflussen, sowie die Produktion und Ausscheidung anderer Hormone und die Fortpflanzungsfähigkeit hemmen. Sie kontrolliert auch die Hormone, die bei Stress ausgeschüttet werden.  Chronischer Stress kann die Nebennierenfunktion stören. Wenn die Nebennieren schon beeinträchtigt sind, dann kann ein Hormonungleichgewicht, wie es in der Perimenopause und der Menopause vorkommen kann, ihre Funktion noch weiter eingeschränken.

Die Beschwerden, die dabei auftreten können Müdigkeit, Durchschlafstörungen, Ängstlichkeit, Depression, erhöhte Infektanfälligkeit und verminderte Stresstoleranz, Verlangen nach Süßem oder Salzigem, neue Allergien und eine Tendenz sich kalt zu fühlen umfassen.  

KORTISOL

Kortisol ist eins von mehreren Hormonen, die von den Nebennieren produziert werden. Es spielt eine wichtige Rolle im Hormon- und Immunsystem und wird als Stressantwort ausgeschüttet, unabhängig davon ob es sich um wirklichen oder eingebildeten Stress handelt.

Normale, gesunde Kortisolspiegel werden benötigt, damit der Körper optimal funktionieren kann, aber chronischer oder wiederholter Stress regt den Körper an kontinuierlich immer mehr Kortisol zu produzieren. Dies kann die Körperreserven aufbrauchen und schließlich zu unzureichender Nebennierenfunktion und Burn-Out führen.

DHEA

DHEA, ein wichtiges Hormon für das allgemeine Wohlbefinden, wird von der Nebenniere ausgeschüttet und ist eine Vorstufe für Östrogen und Testosteron. Da es in beide Hormone umgewandelt werden kann, kann DHEA indirekte östrogene oder androgene Wirkungen zugeordnet werden, abhängig von dem umgebenden, hormonalem Milieu.

Die höchsten DHEA-Spiegel sind im Alter von 20-25 Jahren vorhanden und dann fallen sie ab bis auf ca. 20% des Ausgangswertes. Die Effekte einer DHEA-Substitution sind von zahlreiche Studien untersucht worden und ihm werden viele Wirkungen zugeschrieben. Während einige noch nicht abschließend bewiesen worden sind. ist  jedoch klar, dass DHEA die Knochen bei Frauen und Männern festigt, das Immunsystem stärkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf eine positive Weise beeinflusst. Außerdem kann es bei Testosteronmangel eingesetzt werden.  

TESTOSTERON

Testosteron spielt eine wichtige Rolle bei Männern und Frauen. Es verbessert die Stimmung und das Selbstbewusstsein, vermindert Depression und Ängstlichkeit, fördert die Knochengesundheit und Muskelbildung, erhält Muskulatur, erhöht die Libido und sexuelle Empfänglichkeit.

 

Der Abfall von Testosteron findet bei Frauen früher statt und anfangs zu einem höheren Maße als bei Männern. Besondere Aufmerksamkeit sollte bei den Frauen auf den Testosteronspiegel gerichtet werden, wenn sie eine frühe Menopause haben oder ihre Eierstöcke operativ entfernt wurden. 

Bei Frauen sind Zustände mit einer verminderten Androgensynthese oder mit einem Überschuss meist mit einer Störung des Menstruationszyklus vergesellschaftet. Bei leichteren Funktionsstörungen kann der Zyklus erhalten bleiben, es können aber körperliche Veränderungen mit Krankheitswert hervorgerufen werden, wie z.B. Akne, vermehrte Behaarung (Hirsutismus), Haarausfall (Alopezie).

Praxis für Frauenheilkunde & Traditionelle Chinesische Medizin